Neue Heimat für Weißdorn & Co.

Wie sieht eigentlich eine Weigelie aus? Und was bedeutet die Abkürzung cm? Fragen über Fragen prasselten am Samstag bei der Pflanzaktion von wagnisSHARE auf das Team von bauchplan ein, das für die Freiraumplanung im Augsburger Projekt zuständig war. Dank der kompetenten Anleitung der acht Mitarbeiter*innen kamen am Ende um die 500 Stauden und Sträucher in die Erde (unter ihnen auch der Weißdorn, crataegus monogyna, abgekürzt cm).

Die Planer*innen hatten die Aktion perfekt vorbereitet: am Morgen standen Sträucher und Stauden geordnet nach den verschiedenen Bereichen bereit. Dazu hatte Christoph Hagenacker, Leiter des Münchner Büros von bauchplan, einen großen Plan aufgehängt, der Auskunft über die Standorte der Pflanzen gab. Ergänzt wurde er von einer detaillierten Liste, die von Achilleea Filipendulina „Parker“ (Schafgarbe) bis zu Valeriana officinalis (echter Baldrian) reichte. Und dann konnten drei Teams, jeweils zuständig für die Bereiche Quartiersplatz, Gemeinschaftshof und Garten-Oase, starten. Mit Schubkarren und Kisten ging es los, über 40 Erwachsene tummelten sich den ganzen Vormittag gemeinsam mit rund 20 Kindern in den Gemeinschaftsbereichen zwischen den drei Häusern am Sheridanpark.

Die großen Bäume waren bereits von einer Gartenbaufirma fachgerecht gepflanzt worden. Nun waren die Stauden und Sträucher an der Reihe. Aber wie liest man einen Plan richtig, wo war gleich wieder Norden? Und was macht man mit Pflanzen, bei denen das Schild mit der Bezeichnung fehlt? Doch die Hilferufe wurden schnell gehört, die Expert*innen von bauchplan waren zur Stelle, gaben Tipps und erklärten mit viel Geduld. So wurden für Clematis, Schneeball, Strauchrosen, Weißdorn und Co. schließlich die richtigen Plätze gefunden.

Beim Einpflanzen waren die Kinder begeistert bei der Sache. Da wurde kräftig geschaufelt, Erde verteilt und festgetreten, und zum Schluss durfte natürlich das Gießen nicht fehlen. Zwischendurch testeten die Minis ausgiebig die neuen Spielgeräte, schaukelten auf der Hängematte im Gemeinschaftshof und balancierten auf Balken und Stämmen. Energie und Bewegung waren angesichts der einstelligen Temperaturen und des ungemütlichen Windes wichtig, beim Mittagessen im Gemeinschaftsraum der benachbarten Baugemeinschaft konnten sich die Helfer*innen bei einem üppigen Buffet wieder aufwärmen.  

Am Nachmittag stand noch eine weitere Aktion an. Nach dem Vorbild von wagnisART hatten die Mitglieder der Baugruppe selbst Briefkästen gestaltet, und die wurden in den Treppenhäusern aufgehängt. Jetzt kann der Einzug kommen, am 1. April ist es so weit.

Unsere Bilder (Fotos Frank Schroth) zeigen die Baugruppe mit den Mitarbeiter*innen von bauchplan (oben), unten: nach der Einweisung packten Groß und Klein tatkräftig mit an. Am Nachmittag wurden die selbst gestalteten Briefkästen montiert.

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